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Felis Major

28. Okt 2014angenommen 1

Beinahe-Infarkt um Mitternacht

Gestern Abend in der Nähwerkstatt: Eine letzte Naht muß per Handstich geschlossen werden – und ich muß mal eben ins Bad. Werfe also einen schweren Baumwollstoff über die Näharbeit. Als ich wieder in die Werkstatt komme, trifft mich fast der Schlag: Katzchen frisst an einem Faden, und dahinter glitzert etwas! Mein beherzter Zugriff geht bedingt fehl – Katz windet sich aus dem Griff, verpasst mir irritiert ein paar heftige Kratzer, und ist noch immer mit Auffressen beschäftigt. Bastet sei Dank reagiert der Liebste sofort auf meine Aufschrei. Sein gezielter Griff in Sharis Nackenfell löst das Problem fast unmittelbar: Starre, Mäulchen auf, und damit Zugriff auf Nadel und Faden. Beides wird aus dem Katz entfernt, das überhaupt nicht begreift, was das Gewese soll. (Nackter Mann in Nothilfe wäre übrigens sicher ein Bild für Götter gewesen, wenn die Situation weniger gefährlich gewesen wäre) – Mei, mir ist fast das Herz stehen geblieben.
Wir lernen also: Auch sechs Meter Canvas können unterlaufen werden, wenn man als Katz an einen Faden will.
Fürderhin: Ich nicht in der Werkstatt = Tür zu!

Ich bin allen Göttern dankbar, daß das noch gutgegangen ist. A….knapp ist kein Ausdruck.
Es sind Querschläger dieser Art, die dafür gesorgt haben, daß meine Nähwerkstatt ohnehin extrem aufgeräumt ist, Garnrollen, Nadeln und alles Gefahrgut nie frei greifbar ist. Wie sich zeigte hatte ich das Entdeckergen meiner Katze immer noch etwas unterschätzt.
Nun ja – ich mache meine Fehler nur einmal.

Wetter
Strahlend sonnig. Nicht warm.
Mäßig
~8 °C
27. Okt 2014 2

KW 43, Wochenrückblick

Der große Providerwechsel eines Kunden hält mich inklusive diverser Querschläger und unerwarteter Schwierigkeiten von Montag bis Donnerstag in Atem, wie auch der Kunde selbst, der beinahe ständig das Stethoskop auf der Brust der diversen Beteiligten hat, und Rückfragen sowie Beobachtungen in meine Richtung schickt. Datenbanktransfers und -konsolidierungen, Domaintransfers, Providertelefonate, Einrichtungsorgien, Absicherungsorgien … etcpp. Das mehrstimmige Aufseufzen der Erleichterung als Freitag zur High Noon alles sauber läuft, dürfte man bis nach Hamburg gehört haben.
Ohnehin vier Tage mit Erschwerniszulage, weil sich in dem ganzen Aufwand auch noch die Handwerker wieder die Klinke in die Hand geben. Der Bautrockner kann endlich abgebaut werden, eine Fliesenlegertruppe saut mir das Badezimmer ein, daß es eine Art hat, Wasseruhren und eine funktionierende Badezimmerheizung habe ich aber noch immer nicht. Dafür werden nächsten Monat alle Fenster und Fenstertüren neu gedichtet und ein Fenster komplett ausgetauscht. Das einzig Tröstliche daran: Der Tischler ist ein ungenehm sympathischer, fast feingeistig zu nennender Mensch, leptosom, zierlich und leise. Wir mögen uns auf Anhieb. Das ist gut so, denn wir werden demnächst acht Stunden am Stück in gegenseitiger Gesellschaft verbringen. :)

Als Freitag am Abend die Anspannung ein Ende hat, auch das Notwendigste für andere Kunden getan ist, fällt mir Erschöpfung wie ein Stein auf den Kopf. Kann nicht mehr geradeaus denken. Bett, Sofa, Telefon aus. Bin regelrecht ausgehungert nach etwas, daß nichts mit dem Web, mit Programmierung oder mit Providern zu tun hat.

Hilfe beim ZuschnittSo denke ich mir am Abend immerhin noch ein Schnittmuster für eine Reisetasche aus und mache auch die Zuschnitte dafür – ein kürzlich erworbener Stoff schreit nach einer Serie. Durchaus ehrgeizig – geplant sind: Reisetasche, Handtasche, Kulturtasche, kleine Kosmetiktasche, Einkaufstasche, Schuhbeutel. (Anmerkung: Bisher war ich nicht im Taschenbusiness, Bree sei Dank. Doch die Idee des personalisierten Gepäcks schärft mich an.) Kleinigkeit am Rande: Ich HABE Label. Sie einzunähen vergesse ich regelmäßig. Auch diesmal. :) … Es geht noch weiter …

Wetter
Mittelprächig. Trocken und grau.
Mäßig
14-11 °C
20. Okt 2014black-150x150 3

Dienstleister unter suizidaler Tendenz

Es gibt Tage, die sind wahrlich im Stande einen an den Rand des Nervenzusammenbruchs zu treiben … aber fangen wir vorne an.

Es galt einen großen Providerwechsel für einen Kunden zu organisieren: 4 Domains, 2 Subdomains, 6 Datenbanken, 5 WP-Installationen inclusive ihrer jeweiligen Plugin-Kombinationen, 4 KK-Anträge, 6x Funktionsprüfung. Schrecklichster Part: Uploads aus sechs (sic!) Jahren in die jeweiligen Verzeichnisse hochschieben, Mailpostfächer analog zur Altsituation einrichten.

Das alles fing eigentlich gut an. Die Datenbanken beim Neuprovider waren schnell eingerichtet, die jeweiligen Konfigurationfiles für WordPress entsprechend umgeschrieben, der erste Dumb sauber eingespielt. Aber dann …! Alle weiteren Dumbs weigerten sich standhaft in ihre Datenbanken eingespielt zu werden, hängten gar das jeweilige Interface auf. Also Anruf beim Provider. Der forderte von mir den erfolglosen Versuch Nummer 107. Habe das schlicht abgelehnt. So erbat man dann von mir per Ticket-Interface eine Zuordnungsliste: Name und Ort des Dumbs => Datenbank, in die dieser einzuspielen sei. Okay, habe ich gemacht. Eine Stunde später waren die Datenbanken in dem Zustand, den ich sehen wollte.
Eine Funktionsprüfung der ersten – und bisher einzigen – Domain, die bereits korrekt konnektiert ist, verlief zufriedenstellend.
»Na, wunderbar!« dachte ich. Für zwei Stunden! Ohne das ich hier nochmals eingegriffen hätte, meldet der Aufruf nun einen Fehler beim Aufbau der Datenbankverbindung. Support ist aber nur bis 20 Uhr zu bekommen, die Hilfe-Files erzählen mir nichts, was ich nicht schon wüßte … und ich weiß: Auch morgen werde ich mich mit nichts anderem als diesem verflixten Umzug befassen können.

Zeitgleich melden zwei andere Kunden Notfälle (nach Eingriffen von unkundiger Hand, Backups nicht vorhanden!) Tut mir leid, mein Tag hat nur 24 Stunden, auch dann, wenn ich die Nacht dazu nehme, und der hilfreiche Kollege der Wahl macht gerade Urlaub in Brasilien. Es ist zum §$%&!

Heute habe ich gar nicht soviele Knochen, wie ich ko..en möchte!

Wetter
Grau und eher feucht
Mäßig
~15 °C
17. Okt 2014Im April 3

Variationen

Heute wieder umgestaltet (für die diversen Kissenbezüge werde ich demnächst anbauen müssen. Grins.) Das brachte mich auf die Idee aus den Variationen mal eine kleine Galerie zu machen. Rot fehlt allerdings noch – da habe ich bisher tatsächlich kein Photo.

Wetter
Durchwachsen, überwiegend trocken
kaum
15-17 °C
11. Okt 2014perspektive-150x150 1

Außenwirkung. Gedanken über ein technisches Problem?

Letzte Woche traf ich einen Kollegen, wir hatten uns über Monate mehr als gut verstanden, konnten am Telefon auch lange über nicht berufliche Dinge ratschen. Die Begegnung war ganz anders – jedenfalls für mich. Wir hatten uns etwas zu sagen, der Stoff ging uns nicht aus, doch fand ich es nicht wirklich schön. Ich hatte nicht das Gefühl, daß mich der andere wirklich an sich heran ließ. Ein ‘netter’ Frühabend. Und gut. Ich gehe nicht davon aus, daß mein Kollege einen deutlicheren persönlichen Kontakt zu mir suchen wird.

Jemand, der mir nahe steht – sie mir, nicht ich ihr – schlich just draußen im Regen vorbei, wirkte gebeugt und bedrückt, uncharismatisch. Ein Mensch, der von anderen als schön, anziehend, mit Ausstrahlung wahrgenommen wird. In jenem Moment war sie all dies auf keinen Fall, obwohl ich sie auch schon als strahlend und sehr interessant wahrgenommen hatte.

Vor Monaten ein Mensch, mit dem ich in losem Kontakt stand, über die virtuellen Kanäle. Eine sehr spontane Begegnung im wirklichen Leben. Für mich kein Bruch – der Mensch, den ich traf, gefiel mir auch ganz real, ich hätte gern den Kontakt vertieft. Allein – sein Eindruck muß ein anderer gewesen sein, es kam kein Signal, das um mehr Intensität gebeten hätte – und meine Furcht vor Zurückweisung, verankert seit Kindheitstagen, aus Gründen – erlaubt es mir nicht aktiv zu werden, wo kein solches Vorsignal existiert.

Nicht zum ersten Mal mache ich mir Gedanken über die Gedanken, die wir übereinander haben. Drei Beispiele, die sich alle nach ‘knapp verpasst’ anfühlen – für mich. Wie kommt sowas? Eine Frage, die mich vermutlich beschäftigen wird, bis ich mir die Wurzelwerke von Pflanzen ansehe …

Wetter
Berliner Grau, schwüle Variante
mäßig
16-18 °C
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