14.4. – 24.04. – 29.04. – 21.05.
(to be continued)
10 Grad, Regen, drinnen die Heizung an. :(
Ohne Worte, das.
Draußen weht ein kühler Sturm, der eines Herbstes würdig wäre – wir haben Ende Mai. Vielleicht liegt es daran. Vielleicht liegt es aber auch an der Steineklopferarbeit meinen Musikordner wieder in MEINE Ordung zu bringen, nachdem die neue Version von IgittTunes mir die gesamte Sortierung auf Maschinen und damit nicht länger auf Menschen ‘geordnet’ hat (an dieser Stelle einen heftigen Fluch nach Cupertino – Jungs, ihr wart mal richtig gut. Was euer System jetzt tut, wenn man es läßt, ist einfach unterirdisch, und ich wünsche mir die iTunes-Version von vor zwei Jahren zurück!), jedenfalls habe ich heute Nacht mit den Bittertönen zu kämpfen. Es hat eine ganz eigene Ironie, wenn der Ex-Ehemann seine Selbstdarstellung (Tenor: die Liebe meines Lebens geheiratet) mit Photos illustriert, die ich nur zu genau kenne, da sie aus einer Zeit stammen, in der die besagte Lebensliebe durchaus nicht anwesend war …
Es ist schon seltsam – ich möchte diesen Kerl, der auf meinen Schultern wieder aufstand, nicht geschenkt zurück, dennoch versetzt es mich immer wieder mal in Zorn mit welcher Selbstgefälligkeit hier eine Eigendarstellung in die Weltgeschichte geschickt wird, die hinten und vorne nicht stimmt.
An meinem inneren Abstand muß ich wohl nach wie vor noch arbeiten …
Schönhauser Allee. Ich flüchte vor dem Schlagregen in einen Ladeneingang und stehe dort rauchend, wartend. Ein Mann etwa in meinem Alter spricht mich an: »Schenken Sie mir eine Zigarette?« – »Ja, natürlich!«
Es hat mir so gefallen, dieses ‘Schenken Sie mir’. Gerade, unverklausuliert, freundlich lächelnd. Nicht ‘Hammse ma’ oder ‘Geben Sie mir’.